PRP Therapie

Seit hunderten Jahren werden körpereigene Substanzen in der Behandlung von Krankheiten verwendet. Eine schnelle, einfache und ambulant einsetzbare Methode, welche seit einigen Jahren mit großem Erfolg eingesetzt wird, ist die Herstellung von körpereigenen Wundheilungsfaktoren aus Blutplättchen, die sogenannte Platelet Rich Plasma Therapie (PRP Therapie).

Thrombozyten enthalten einen hohen Anteil an verschiedenen Wachstumsfaktoren und Zytokinen. Durch die Freisetzung dieser Faktoren kommt es zu einer geweberegenerativen Wirkung. Stammzellen, Fibroblasten und Leukozyten werden dadurch angeregt, sich zu vermehren. Ebenso kommt es zu einer erhöhten Produktion von Kollagen und Proteoglykan. Die Angiogenese wird angeregt und durch die Veränderung der Cytokin-Balance hin zu anti-inflammatorischen Cytokinen wird eine bestehende Entzündung reduziert.

Vorteile

  • einfache Anwendung
  • ambulante Behandlung
  • schmerzfrei
  • schonend
  • sicher, keine allergischen Reaktionen
  • kaum Nebenwirkungen
  • breites Einsatzgebiet

Einsatzmöglichkeiten

  • schlecht heilende Wunden
  • Konditionierung vor Behandlungen wie Transplantation von Haut, Haaren, etc.
  • Sehnenentzündungen
  • Behandlung von Brüchen
  • Unterstützung der Regeneration
  • Hautverjüngung
  • Faltenglättung
  • Narbenbehandlung
  • Arthrosebehandlung
  • Behandlung von Überlastungsschäden

Behandlungsablauf

Dem Patienten wird die benötigte Menge an Blut entnommen und gegebenenfalls (bei einer größeren Entnahmemenge) durch Volumen/Flüssigkeit ersetzt. Um die Gerinnung des Blutes zu verhindern, wird das abgenommene Blut mit Citrat versetzt. Danach wird das Blut zentrifugiert. Das oben schwimmende Plasma wird separiert und nochmals zentrifugiert. Somit wird eine deutlich vervielfachte Konzentration an Thrombozyten in einem kleinen Plasmavolumen erreicht.

Es besteht nun je nach Methode die Möglichkeit, die Thrombozyten mit Calciumchlorid oder Thrombin zu aktivieren. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn die Therapie bei gestörter Wundheilung angewendet wird. Hier können Botenstoffe die Wundheilung deutlich schneller wieder in Gang bringen.