Epidermale Transplantate

Hauttransplantate werden bereits seit einiger Zeit eingesetzt. Die üblichen Arten sind die Vollhaut- und die Spalthauttransplantation. Diese müssen jedoch als chirurgischer Eingriff unter Betäubung durchgeführt werden. Hier können jedoch Schmerzen, Probleme beim Anheilen, Abstoßungsreaktionen, etc. vorkommen.

Epidermistransplantate stellen eine Alternative zur traditionellen Eigenhauttransplantation dar. Dabei wird nur eine geringe Menge an körpereigenem Gewebe von der Entnahmestelle entfernt. Nämlich die aus 5 Schichten und 4 verschiedenen Zelltypen bestehenden Epidermis. Die Zelltypen der Keratinozyten und Melanozyten haben die größte Bedeutung für die Reepithelisierung bzw. Repigmentierung. Speziell die basalen Keratinozyten sind für den Wundverschluss verantwortlich.

Vorteile

  • einfache Anwendung
  • minimalinvasives Verfahren
  • ambulante Behandlung
  • keine Betäubung der Entnahmestelle notwendig
  • minimale Belastung für den Patienten
  • optimales kosmetisches Ergebnis an der Entnahmestelle

Einsatzmöglichkeiten

  • schlecht heilende Wunden
  • plastische Chirurgie
  • diabetischer Fuß
  • Ulcus cruris
  • Verbrennungen
  • Pigmentstörungen
  • Orthopädische Chirurgie
  • Unfallchirurgie
  • Verätzungen
  • überschießende Narben
  • Kompartmentsyndrom

Behandlungsablauf

Die Entnahme sowie die Verpflanzung des Transplantats dauern in der Regel nicht mehr als 1 Stunde. Die Entnahmestelle (bevorzugt die Innenseite des Oberarms oder Oberschenkels) wird für die Entnahme der sogenannten Microdomes speziell vorbereitet. Anschließend wird ein Gerät angelegt, welches sanfte Wärme und Unterdruck erzeugt.

Die Erzeugung der Microdomes dauert für gewöhnlich etwa 15-30 Minuten und ist abgeschlossen, wenn sich die Bläschen mit klarer Flüssigkeit gefüllt haben. Der Transport der Microdomes erfolgt auf einem klebenden Folienverband. Dieser wird auf die Empfängerstelle aufgebracht und verbleibt dort einige Tage, bis die Microdomes an der Empfängerstelle angewachsen sind.