Diabetisches Fußsyndrom (DFS)

Bis zu 20 Prozent der Patienten, die an Diabetes mellitus erkranken, entwickeln mit der Zeit ein Diabetisches Fußsyndrom. Durch die Schädigung der Nervenfasern (Neuropathie) entstehen dabei chronische Wunden an den Füßen, die in der medizinischen Fachsprache auch Ulcus (Geschwür) genannt werden.

Die verminderte bis fehlende Empfindung für Schmerz und Temperatur durch Neuropathie beim Diabetiker führen dazu, dass Verletzungen, etwa durch zu enge Schuhe, nicht oder zu spät vom Patienten wahrgenommen werden, sodass rascher Wunden entstehen, die sich auch infizieren können. Die beim DFS auftretenden Wunden zeigen oftmals eine stark verzögerte Wundheilung. Die zeitnahe ärztliche Diagnose ist hier besonders wichtig, damit die Behandlung frühzeitig eingeleitet werden kann.

Risikofaktoren

  • Bluthochdruck 

  • Bewegungsmangel 

  • Eingeschränkte Gelenksbeweglichkeit 

  • Hohe Cholesterinwerte 

  • Nikotinabusus (regelmäßiges, übermäßiges 
Rauchen) 

  • Übermäßige Hornhautbildung
 (plantare Hyperkeratosen) 

  • Ungeeignetes Schuhwerk 

  • Barfußlaufen 


Selbsthilfe

Schuhwerk

  • Schuhe besser nachmittags kaufen, da der Fuß im 
Laufe des Tages anschwillt. 

  • Der Schuh sollte innen weich sein und so wenig wie möglich Nähte haben, da diese scheuern können. 

  • Neue Schuhe immer langsam, maximal 10 bis 15 Minuten pro Tag einlaufen. Anschließend die Füße auf Rötungen und Druckstellen untersuchen. 

  • Nie ohne Schuhe zu Hause, am Strand oder im Schwimmbad laufen! 

  • Hohe Absätze meiden, da der Fuß im Schuh nach vorne rutscht und die Druckbelastung im Ballenbereich steigt. 

  • Orthopädische Maßschuhe sind für Patienten wichtig, deren Fußdeformitäten so ausgeprägt sind, dass eine Versorgung mit Konfektions- oder Diabetesspezialschuhen zu Verletzungen führen würde. 

  • Vor jedem Anziehen der Schuhe mit den Händen die Unversehrtheit der Schuhe überprüfen und mögliche Fremdkörper entfernen.

Fußinspektion

  • Füße täglich untersuchen, zum Beispiel mit einem 
Spiegel, und dabei auf Rötungen, Blasen, Schwielen und Druckstellen achten. 

  • Bei Veränderungen an den Füßen umgehend den Arzt konsultieren.

Strümpfe

  • Am besten helle Socken mit hohem Baumwollanteil 
verwenden. Helle Socken haben den Vorteil, dass 
unbemerkte Verletzungen hier Flecken hinterlassen. 

  • Keine Strümpfe mit einschnürenden Rändern, Bündchen oder auftragenden Nähten tragen.

 Außerdem wichtig

  • Sorgfältige Hautpflege 

  • Regelmäßige Blutzuckerkontrolle 

  • Tägliche Fußgymnastik